Johannes Pit Przygodda ist Musiker und Experimentalfilmer, der seinen Synthesiser „SILHOUETTE“ vorstellt, wie, warum, wieso, weshalb… Eine Idee aus seiner analogen Filmzeit.
Johannes Pit Przygodda 2024
„[…] Ja, ihr habt es richtig verstanden, dass ja, man muss sich das vorstellen, 1992 habe ich diesen Gardinen-Film gemacht und da wusste ich, alles klar, das ist ja mega geil, ich bin auf der Licht-Tonspur. Ich benutze diese Licht-Tonspur, also ich fand das halt einen mega geilen Synthesizer, die Licht-Tonspur, ne, und hatte natürlich den Wunsch, in Echtzeit da reinzukommen, aber 1992. Die Sache, was ich beim Filmenmachen auch immer und auch beim Experimentalfilmen machen ohne Kamera gehasst habe, im Gegensatz zum Spielen auf der Bühne, ne, also ich habe eben zu der Zeit, wir haben mit unserer Experimental-Band auch, später habe ich gesagt, wir haben Stockhausen gecovert, weil wir haben halt Geräuschmusik gemacht und Jahre später, wenn ich die Tapes angehört habe, habe ich gedacht, eigentlich covern wir ja doch hier Gesang der Jünglinge, so ne. […]“
1978 stellte der Diplom-Ingenieur Klaus Fischer auf der Tonmeistertagung in Berlin ein digitales Multieffektgerät namens Audios vor. Das Gerät basierte auf einem Audio-Ringspeicher, aus welchem sich weitere Soundeffekte wie Delay, Echo, Doppler-Effekt, Chorus, Flanging und Pitch Transposing generieren ließen. Zudem verfügte das Gerät über eine interessante Hold-Funktion, die das Gerät zu einem der ersten offiziellen Digital-Sampler der Welt werden ließ.
Er hatte enge Kontakt zu Künstlern und Produzenten wie Conny Plank und Peter Leunig, und hielt intensiv Kontakte zu Musikern und Komponisten aus der Experimentalszene, wobei er unter anderem auch Karlheinz Stockhausen kennenlernte.
Klaus Fischer 2024
„[…] Ja, für dich, für dich, als Musikinteressierter. Kann auch klassische Musik, was auch immer, was dir so direkt in den Sinn kommt. — Als ich noch nie was hörte von den Beatles, ich wusste nicht wer das ist, ich saß bei meinen Eltern im VW Käfer mit dem Transistor Radio, ich hörte Radio und es kam der erste Hit von den Beatles, entweder I wanna hold your hand oder was, also ich wusste nichts darüber. Normalerweise ist es ja so, als Teenager ist man beeinflusst von Freunden, was gut sein soll und was hip sein soll. Ich hörte es nur, ja, und es schlug ein bei mir und genauso schlug Jimi Hendrix ein mit Hey Joe. […] Aber auch Jazz, Dave Brubeck, Oscar Peterson kam dann und später dann natürlich Kraftwerk, Depeche Mode, da gibt es schon so einiges. Aber nicht Stockhausen. Stockhausen, immer wieder interessant, aber so kopflastig […].“
Ein Gespräch mit der Franziska und anderen von der Berlin Modular Society.
Logo: Sooperradio 2024
„[…] Das ist, worum es geht hier. Diese Art von Musik, ja. Habt ihr das gehört gerade hier? Den Scheiß. Der ist der absolute Knaller Song. Der läuft ja hier heute den ganzen Tag schon in einer Heavy Rotation. Und deswegen haben wir jetzt hier die Berlin Modular Society, die sich genau um diese Art von Sound auch kümmert. […]“
Interview: André Krönert + Daniel Slabschie von Matter of Fact
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André und Daniel sind die Gründer und Geschäftsführer von Matter of Fact, einer unabhängigen Schallplatten-Manufaktur mit Sitz in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern).
André Krönert 2024
„[…] Meine Frage wäre, wer ist denn wir? Wenn du immer sagst wir, da sitzen ja ganz viele Leute mit Shirts von Matter of Fact. — Ihr seid zu Zehnt gekommen, oder? — Ja, es pressen tatsächlich heute noch welche Platten. — Ganz Mecklenburg ist hier. — Genau, wir pressen tatsächlich heute noch Platten […] wir sind ein bisschen Synthesizer-affin und wir fühlen uns heute gerade wie im Hariboland, sind da drinnen durchgegangen, haben irgendwie stundenlang Kopfhörer aufgehabt und haben an vielen Synths rumgespielt und gesagt, boah, drei Tage verweilen jetzt hier, ist schon geil. […]“
Rachel Lyn ist eine in Berlin lebende Musikerin, Klangkünstlerin und Produzentin. Sie ist besonders für ihre tiefgründigen, atmosphärischen Klanglandschaften bekannt, die ambiente Klänge mit erzählerischen Elementen und Sprachsamples verbinden.
Auf der Superbooth 2024 spielte sie unter anderem ein Ambient-Live-Set in Zusammenarbeit mit der Modular Gang.
Logo: Sooperradio 2024
„[…] Machst du auch Musik mit anderen Musikern? Oder machst du einfach alles? Wie zum Beispiel Frank, er ist ein Maler. Aber all diese Maler sind allein. — Ich denke, sie ist der Literatur und der Welt näher. — Ja, ich meine, ich habe ein Kollaborationsprojekt mit zwei anderen Produzenten, das eher ein schnelles, wie ein Tanzakt ist. Und wir machen live modularen, harten und schnellen Tanz, eigentlich. Wann immer wir also spielen können, ist das wirklich toll. […]“