Interview: André Krönert + Daniel Slabschie von Matter of Fact
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André und Daniel sind die Gründer und Geschäftsführer von Matter of Fact, einer unabhängigen Schallplatten-Manufaktur mit Sitz in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern).
André Krönert 2024
„[…] Meine Frage wäre, wer ist denn wir? Wenn du immer sagst wir, da sitzen ja ganz viele Leute mit Shirts von Matter of Fact. — Ihr seid zu Zehnt gekommen, oder? — Ja, es pressen tatsächlich heute noch welche Platten. — Ganz Mecklenburg ist hier. — Genau, wir pressen tatsächlich heute noch Platten […] wir sind ein bisschen Synthesizer-affin und wir fühlen uns heute gerade wie im Hariboland, sind da drinnen durchgegangen, haben irgendwie stundenlang Kopfhörer aufgehabt und haben an vielen Synths rumgespielt und gesagt, boah, drei Tage verweilen jetzt hier, ist schon geil. […]“
Hainbach ist ein deutscher Komponist experimenteller elektronischer Musik.
Er führt gern experimentelle Musiktechniken vor, und sammelt alten elektrische Geräte mit dem Techniken der Musikerstellung aus vergangenen Zeiten erklärt wird.
Hainbach 2024
„[…] Ach, wir sind endlich wieder drauf. Ein fröhliches Moin Moin. — Genau, hier ist Pi Radio, hier ist Radio Waltersdorf, hier ist die Superbooth, hier ist der Pionierpalast von Margot Honecker. Oh Leutde, ihr wisst ja, Ostberlin, alles chick. Es geht hier voll ab. Ist sehr beliebt. Genau, […] ich kann noch die Service-Teile, 18.40 Uhr und wir haben Heidenbach hier. Tag. Hi. Genau, so habe ich mir das vorgestellt. — Was machst du hier? Du hast eine bunte Maschine mit einem Leitungstester. — Ja, genau. Ich hatte heute einen Talk, weil ich sammle ja gerne seltene, geschichtlich relevante, absurde Geräte und mache damit Musik. Und manchmal mache ich daraus auch Plugins zusammen mit Audio Thing. […]“
Mathew ist Multiinstrumentalist und Videograf der Guild. Er kümmert sich um die visuelle Story und das Design neuer Instrumente. Oft wird er in Teambeschreibungen zusammen mit seinem Hund Mucha erwähnt.
Vor Ort in Berlin präsentierte das Team (unter anderem vertreten durch seinen Kollegen Jimi) neue Module wie den analogen 8-Schritt-Sequenzer oct. tone. und das Stereo-Filter Procyon.
Umgebung: Die gute alte Zeit 2024
„[…] Hallo. Es ist dein erster Mal. Wir haben uns wirklich frisches Fleisch gesucht, um es zu unserer Radio-Sendung zu bringen. — Ich konnte es sagen, ich war begeistert. — Aber du hast Unterstützer mitgebracht, um sicherzustellen, dass wir nicht… — Ja, die Familie kam mit. — Guter. Erzähl uns etwas über deine Gilde. Ich meine, das ist ein interessantes Konstrukt als Hersteller […].“
Rachel Lyn ist eine in Berlin lebende Musikerin, Klangkünstlerin und Produzentin. Sie ist besonders für ihre tiefgründigen, atmosphärischen Klanglandschaften bekannt, die ambiente Klänge mit erzählerischen Elementen und Sprachsamples verbinden.
Auf der Superbooth 2024 spielte sie unter anderem ein Ambient-Live-Set in Zusammenarbeit mit der Modular Gang.
Umgebung: Die Simulation 2024
„[…] Machst du auch Musik mit anderen Musikern? Oder machst du einfach alles? Wie zum Beispiel Frank, er ist ein Maler. Aber all diese Maler sind allein. — Ich denke, sie ist der Literatur und der Welt näher. — Ja, ich meine, ich habe ein Kollaborationsprojekt mit zwei anderen Produzenten, das eher ein schnelles, wie ein Tanzakt ist. Und wir machen live modularen, harten und schnellen Tanz, eigentlich. Wann immer wir also spielen können, ist das wirklich toll. […]“
Dan Green bietet Alternativen zu traditionellen Musikinstrumenten unter anderen polyrhythmische Clock Modulen, mit denen man sich entwickelnde mathematische Rhythmus Strukturen erstellen kann oder einen Resonator, der Pop Musik in mikrotonale Töne umformt, einem Multikanal Wavetable Oszillator, einer Routing Matrix, die sich wie ein Instrument spielt und anderen innovativen Gerätschaften.
Ohne auf Nachbauten aus vergangenen Zeiten zu setzen, werden einzigartige Ideen in spielbare, musikalische Werkzeuge umgewandelt, um die Möglichkeiten der Musik zu erweitern.
Umgebung: Bauchinfluenzer 2024
„[…] Und ich denke, weißt du, wie du eine Brücke zwischen zwei Städten baust und die Leute sagen, nein, wir dürfen keine Brücke haben. Sie sind schlechte Menschen. […] Ich weiß es nicht. Also, ja. — Du hast es also geschafft. — Ich habe eine Brücke gebaut und jetzt sind alle glücklich. — Sie nennen es also die Berliner Mauer. — Ja, du bist, als würdest du die Wand niederreißen. — Nein, das wird unsere Preise ruinieren. Wir können nicht, wie sollen wir Obst verkaufen, das jetzt nicht importiert werden kann? Etwas, das ich nicht weiß. — Brexit. — Brexit-Modul. […]“